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Vorstand

Bei FASD Schweiz / TSAF Suisse / FASD Svizzera wollen wir uns gemeinsam für eine frühe Aufklärung und Sensibilisierung in der Gesellschaft und bei Fachpersonen, aber auch für Hilfe und begleitender Unterstützung bis ins Erwachsenenalter einsetzen.

Wir sind ein interdisziplinäres Team von Fachpersonen, welche alle einen beruflichen und persönlichen Bezug zum Thema FASD haben und in engem Austausch miteinander stehen.

Auch wenn Sie nur mit jemandem von uns Kontakt haben, steht Ihnen dadurch die Kompetenz aller Fachbereiche zur Verfügung!

 

Daniel Aemisegger

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Sozialarbeiter FH, Geschäftsleiter des Forums Suchtmedizin Ostschweiz und Koordinator Praxis Suchtmedizin Schweiz. 

In meiner langjährigen Tätigkeit in der Sozialen Arbeit – unter anderem im Kinder- und Jugendheim, in der gesetzlichen Sozialarbeit als Berufsbeistand und in der stationären Suchttherapie – bin ich wiederholt Menschen begegnet, bei denen sich im Rückblick klare Hinweise auf eine Fetale Alkoholspektrumstörung (FASD) zeigten. Gerade in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit herausforderndem Verhalten stiess das Helfernetz bzw. auch ich immer wieder an Grenzen – nicht zuletzt, weil zu diesem Thema kaum fundiertes Wissen zugänglich war und es keine spezialisierten Fach- oder Beratungsstellen gab. 

Oft blieb FASD unerkannt oder wurde falsch interpretiert, was sowohl für die Betroffenen als auch für die Fachpersonen zu Überforderung und Missverständnissen führte. Diese Erfahrung hat mir deutlich gemacht, wie dringlich es ist, FASD sichtbarer zu machen, Fachwissen aufzubauen und entsprechende Unterstützungsstrukturen zu schaffen – damit betroffene Menschen nicht durchs System fallen.  

Daher wirke ich mit Stolz und Überzeugung beim Aufbau von FASD Schweiz mit.

 

Lesley Bailer

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DAS Supervision, Coaching und Mediation ZHAW, Co-Leitung Schweizerische Fachstelle Pflegefamilie SFP, Ernährungsberaterin HF, qualifizierte Pflegemutter, Fachkraft für FASD i.A.

Als Teil des interdisziplinären Teams im Programm des Stadtspitals Triemli für übergewichtige Kinder und Jugendliche und ihre Familien, habe ich über zehn Jahre hinweg erste Erfahrung in systemischer Arbeit gesammelt.

In den letzten 17 Jahren habe ich mich als qualifizierte Pflegemutter kontinuierlich im In- und Ausland weitergebildet und mir so eine solide fachliche Grundlage erarbeitet. Neben der Traumapädagogik habe ich mich dabei auch immer mehr ins Thema FASD vertieft. Durch mein langjähriges Engagement als Personalvertreterin von Pflegeeltern kenne ich die Sorgen und Nöte aus dem Pflegefamilienalltag aus erster Hand.

Zahlen aus Deutschland deuten darauf hin, dass bis zu 25% aller Pflege- und Adoptivkinder von FASD betroffen sind. Es kann davon ausgegangen werden, dass dies auch für die Schweiz zutrifft – jedoch erhalten in unserem Land die wenigsten eine entsprechende Diagnose.

In meiner Beratungstätigkeit für die Schweizerische Fachstelle Pflegefamilie komme ich vermehrt mit betroffenen Familien in Kontakt, welche sich am Rand der Belastbarkeit befinden und im (fachlichen) Umfeld leider auf wenig Wissen bzw. Verständnis zu den Herausforderungen im Zusammenleben mit von FASD Betroffenen zählen können. Meine Vision ist es, dass betroffene Kinder sich angenommen und wertgeschätzt fühlen und gleichzeitig bestmöglich unterstützt und gefördert werden. Und zwar in einem Umfeld, das Verständnis für die Herausforderungen von FASD hat und selber auf Anerkennung und Unterstützung bei der Bewältigung ihres herausfordernden Alltags zählen kann.

 

Daniela Funk

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daniela funk

Diplomierte Fundraising Managerin FH,

CAS Wirkungsmanagement in NPOCenter for Philanthropy Studies (CEPS) Basel,

Executive Master of Arts Management,

Bachelor of Arts UZH in Kunst- und Kulturgeschichte

Seit über 16 Jahren engagiere ich mich in Non-Profit-Organisationen, die mehrheitlich im Kinder- und Jugendbereich tätig sind. Mit langjähriger Erfahrung im Fundraising sowie im Wirkungs- und Kampagnenmanagement entwickle ich gemeinsam mit Organisationen wirkungsorientierte Ansätze, die Engagement fördern und nachhaltige Veränderungen ermöglichen.

Zum ersten Mal bin ich im Rahmen einer internen Weiterbildung mit FASD in Berührung gekommen. Als Mutter von drei erwachsenen Kindern hat mich besonders beschäftigt, wie wenig über die Auswirkungen von Alkoholkonsum während der Schwangerschaft in der breiten Öffentlichkeit bekannt ist. Dieses Wissen hat mein Interesse an Prävention und Aufklärung zu FASD geweckt.

Um das gesellschaftliche Bewusstsein nachhaltig zu stärken, braucht es professionelle Zusammenarbeit, wirkungsorientierte Projekte und die nötige finanzielle Unterstützung – dafür setze ich mich bei FASD Schweiz ein.

 

Haleh Hekmat

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Dr. rer. nat. Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie.

Ausgebildet bin ich u.a. in den Bereichen Tiefenpsychologie, mentalisierungsbasierter Psychotherapie, spezieller Psychotraumatologie sowie Suchtmedizin und Supervision.

Meine Beruflicher Schwerpunkt liegt bisher im Bereich der Psychotherapie bei substanzgebundenen Störungen und Verhaltensabhängigkeiten inkl. Komorbiditäten, Traumafolgestörungen und Persönlichkeitsstörungen in Deutschland und in der Schweiz. Zuletzt war ich als Oberärztin in einer Zürcher suchtmedizinischen Ambulanz tätig.

Das Thema FASD in der Schweiz berührt mich zunehmend seit der Begegnung mit einer jungen Betroffenen mit einer manifesten Substanzkonsumstörung, bei der ich vorschnell eine Persönlichkeitsstörung vermutete; diese Einschätzung jedoch mit Erweiterung der Fremd- und Familienanamnese und ausführlicher neuropsychologischer Diagnostik revidieren musste.

Ich bin überzeugt, dass diese vielseitige Erkrankung und ihre lebenslangen Folgen bei fehlender Frühdiagnostik oft im Jugend- und Erwachsenenalter übersehen bzw. gänzlich ausser Acht gelassen werden, was mich zusätzlich motiviert, am Thema zu bleiben.

 

Roger Mäder

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Sozialarbeiter FH, Manager NPO und Trainer in Motivational Interviewing, Lehrbeauftragter an Fachhochschulen und an der Agogis. Gründungsmitglied und Geschäftsleiter des Forums Suchtmedizin Ostschweiz und Koordinator Praxis Suchtmedizin Schweiz.

Als Sozialarbeiter arbeite ich seit über 35 Jahren in verschiedenen Bereichen der Suchthilfe. In diesem Zusammenhang bin ich vermutlich mehrere Male mit dem Thema FASD konfrontiert worden und konnte aus Gründen der Unwissenheit nicht adäquate Hilfestellungen leisten. Dies darf nicht sein.

Erst in meiner Funktion als Koordinator von Praxis Suchtmedizin Schweiz und damit verbunden auch als Betreuer der Helpline innerhalb des Handbuches von Praxis Suchtmedizin Schweiz, wurde mir die Problematik und deren Dimension bewusst. Durch die Anfragen von direktbetroffenen Menschen oder auch deren Angehörigen, wie zum Beispiel Pflegeeltern, ist FASD in meinen Fokus getreten. Insbesondere in der Erarbeitung von fachlichen Inhalten im Handbuch zu FASD zusammen mit Fachpersonen von Sucht Schweiz machte den Missstand noch deutlicher. Es fehlt an Informationen in ganz vielen Fachbereichen und es fehlt noch viel mehr an einer oder mehreren Anlaufstellen für Direktbetroffene. Ich konnte Anfragen nicht an eine Fachstelle in der Schweiz, sondern musste diese an Organisationen in Deutschland verweisen.

Ich möchte meine Erfahrung und mein Netzwerk für dieses wichtige Vorhaben zur Verfügung stellen. Die Schaffung einer spezialisierten Anlaufstelle könnte einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der Situation von FASD-Betroffenen in der Schweiz leisten.

 

Alexander Pawlik

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Sozialbegleiter SBFI mit eigener Firma und den Schwerpunkten Früherkennung, Konfliktmanagement, Krisenintervention sowie Entwicklung persönlicher Coping-Strategien.

Ich bin seit über 16 Jahren in verschiedenen Bereichen der Sozialen Arbeit tätig. Nach drei CAS (Arbeiten mit psychisch auffälligen Kindern und Jugendlichen, Kindes- und Erwachsenenschutzrecht mit Schwerpunkt Kindesschutz, Soziale Arbeit in der Schule), beginne ich im Herbst 2025 an der ZHAW mit meiner Masterarbeit im Bereich Kinder- und Jugendhilfe.

Das Thema FASD begleitet mich seit sieben Jahren. Mein erster intensiver Kontakt mit dieser Thematik entstand durch ein Sondermandat der KESB: Ich erhielt die Aufgabe, einen 13-jährigen Jugendlichen mit ausgeprägten Verhaltensauffälligkeiten im Kontext von FASD in einer Eins-zu-Eins-Begleitung zu unterstützen. Diese Zusammenarbeit prägte nicht nur seine Schulzeit an der Sekundarstufe, sondern auch meine berufliche Entwicklung nachhaltig.

Nach Abschluss seiner obligatorischen Schulzeit führte ich die Unterstützung als Sozialtrainer für die IV fort. Später wurde durch die Jugendanwaltschaft ein Mandat für sozialpädagogische Familienbegleitung (SPF) ausgesprochen. Dies ermöglichte es mir, ihn weiterhin zu begleiten und eine kontinuierliche Unterstützung zu gewährleisten. Nach Übertritt ins Erwachsenenalter wurde eine enge Begleitung im Rahmen des Erwachsenenstrafrechts nötig.

Diese Erfahrung zeigte mir eindrücklich, wie komplex und herausfordernd das Thema FASD ist – nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für das soziale und gesundheitliche Versorgungssystem. Ich bin überzeugt, dass in den Bereichen Aufklärung, Prävention und der Schaffung von Unterstützungsangeboten noch viel Arbeit notwendig ist, um den Betroffenen und ihren Familien die Hilfe und Anerkennung zukommen zu lassen, die sie dringend benötigen.

Ich bin stolz darauf, Teil des Aufbaus von FASD Schweiz zu sein und positive Veränderungen für die Betroffenen und ihre Angehörigen voranzutreiben.